Von Reisen & Menschen

Stichworte des Inhalts

Der fünfte Sinn: Der Autor hat zwar eine Nase (für Schnupfen) aber sonst keinen Geruchsinn. Er gerät dadurch mitunter in peinliche Situationen: Verschenkt statt gutem Damen-Parfüm reines Moschus; gerät u.a. in Burma in eine Opiumhöhle ohne es zu merken.

Kinder im Theater: Schon als Kind wollte der Autor Schauspieler werden. Spielt daher gerne vor Kindern. Aber lieber vor fremden, als vor den eigenen Enkeln.

Störungen berichtet, wie unmöglich sich manche Zuschauer im Theater benehmen. Außerdem erzählt der Autor, welchen Trick er selbst einmal anwandte, um aus einer Inszenierung bei einem unleidlichen Regisseur herauszukommen.

Der Hänger: ‚Hänger' nennen Schauspieler den Fall, wenn einem auf der Bühne der nächste Text nicht mehr einfällt. Der Autor wäre fast nicht getraut worden, weil er auf einen entscheidenden Satz des Standesbeamten wartete, der nur bei kirchlicher Trauung gesagt wird.

Mario Adorf war schon als junger Schauspieler und Bundesfilmpreisträger ein Star. Er erklärte sich spontan bereit für den Autor am Theater eine kleine Rolle zu übernehmen, damit der eine große Fernsehrolle wahrnehmen konnte.

Hotels: Was einem Gast in renommierten Hotels widerfahren kann: Der Autor verpasst den Nachtzug von Wien nach München, "weil sich um 11 Uhr nachts normalerweise niemand wecken lässt." – In Hong Kong verwechselt der Autor nachts die Tür zum Badezimmer, steht im Hotelflur, muss im kurzen Schlafanzug und barfuss durch eine Nebentür auf die Straße, um zum Haupteingang wieder rein zu kommen. Doch der Portier weigert sich. Erst mit Hilfe österreichischer Touristen, die den ‚Kommissar Kalle Feldmann' aus der TV-Serie ‚Die Männer vom K3' erkennen, gelingt es Dietl, in sein Zimmer zu gelangen.

Zu neuen Ufern: Der Schauspieler soll in Südamerika ein Engagement antreten, lässt jedoch beim Umsteigen in Mailand seine Schreibmappe mit dem Pass, den Visen und allen anderen notwendigen Papieren im Zug München – Rom liegen. Doch die Genueser Polizisten überreichen ihm Stunden später mit Grandezza seine Mappe.

In der sanften Gewalt anderer sind unterschiedliche, heitere und weniger heitere Sauna-Erlebnisse.

Longyi: Mit einheimischen Bussen(!) von Calcutta bis Istanbul zu reisen, ist zwar hochinteressant, jedoch strapaziös und staubig. – Während sich der Autor in Teheran in einer Badewanne regeneriert, holt das Zimmermädchen die bereit gelegte Wäsche. Aus Versehen nimmt sie auch die einzige Hose mit. Da der Autor jedoch einen dringenden Termin beim deutschen Konsulat und der Lufthansa hat, kann er nicht warten, bis seine Hose wieder trocken ist. Er behilft sich mit einem Longyi. Das ist ein Rock, wie ihn die burmesischen Männer tragen. Doch Burma ist weit weg von Persien, und der Autor beschreibt die unterschiedlichen Reaktionen der Deut-schen und der Perser, als sie einen Mann in einem Rock durch die Straßen gehen sehen.

Staatsmacht: Zur Zeit des Kalten Krieges lassen sich tschechoslowakische Zöllner zum Glück durch ein wie zufällig daliegendes ‚Playboy'-Heft ablenken. – In Kalifornien stoppen die cops den Autor, weil er viel zu schnell gefahren ist. Doch weil er so von diesem Land schwärmt, wünschen sie ihm "Gute Fahrt" anstatt ihm einen gesalzenen Strafzettel zu verpassen.

Wolfgang Savallisch: Der junge Ballettkorrepetitor setzt sich gegen seinen etablierten Oberspielleiter durch.

Das Metropol ist wohl das schönste Hotel hinter dem Eisernen Vorhang. Dort ein Zimmer zu buchen, ist schwierig; noch schwieriger ist es einen Platz in seinem Restaurant zu bekommen. Doch mit einem ‚gefüllten Händedruck', in dem sich statt lappiger Rubel knisternde US-$ spüren lassen, bekommt der Autor einen ausgezeichneten Platz, von dem aus er köstliche Studien an Kellnern und dem Publikum betreiben kann.

Schreiben Sie doch mal ein Buch: Der Autor erzählt, wie viele Steine einem jungen Autor in den Weg gelegt werden, bis seine beiden ersten Romane verlegt wurden.

Schwierigkeiten sind dazu da... Ist es schon schwer genug, mit Filmkamera und Tongerät über ein lebensgefährliches Thema zu recherchieren, so kommen noch Frust, Neid und Eifersucht bei verschiedenen Funk- und TV-Redakteuren hinzu, wenn ein newcomer erfolgreich ist.

Die Briefmarke: 1967 tobt in der Chinesischen Volksrepublik die Kulturrevolution: Die Roten Garden haben praktisch die Macht im Staate übernommen, zerren selbst hochgestellte Politiker von ihre ‚Volksgerichte'. – Der Autor wird stundenlang verhört, weil er eine Briefmarke mit einer Bogenschützin so auf eine Postkarte geklebt hat, dass deren Pfeil auf einen daneben stehenden Kopf von Mao Tse-tung zielt. Das sei "ein schwerer politischer Fehler", Zeichen von Mao-Gegner, vielleicht sogar Zeichen, den Großen Vorsitzenden zu ermorden..."

Am Burtheater: Der Autor versteht nicht, was der Anführer von einem halben Dutzend Theaterstudenten von ihm will – sie hätten sich gegen einen kleinen Obulus als Claquere angeboten. – Sein Garderobier ist nicht davon abzubringen, den Autor stets mit akademischem Titel anzureden.

Schöne Ärztin: Für die Versicherung einer TV-Produktion müssen sich die Schauspieler untersuchen lassen. Die jugoslawische Ärztin ist bildschön, überaus erotisch. Da sie "bei alle Schauspieler" eine etwas harte Leber feststellt, rät sie: "Müssen Slibovitz trinken, macht Läbär wiedär weich."

Tiger: Ein halbwüchsiger Tiger lässt sich behaglich kraulen, bis ihn der Autor aus Versehen kitzelt. Dann schlägt er zu.

Langfinger: Der Autor beschreibt zwei faszinierend ausgeführte Diebstähle, die er in Südamerika beobachtet hat.

Der Versprecher war peinlich, sehr peinlich, überaus peinlich.

Bitte eine Flasche Champagner: Je vornehmer das Hotel, desto mieser ist dessen Service.

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Von Reisen &
Menschen

Roman
ca. 400 Seiten
ISBN:
978-3-85252-678-2

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